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Mit einem Hack zur selbstgenähten Designerjacke

Aktualisiert: vor 3 Tagen

Auf Basis eines einfachen Jackenschnitts habe ich mir meinen Traum von der selbstgenähten Designerjacke erfüllt. Die offene Wickeljacke mit Fransen an Kragen und Ärmelsaum aus einem Fashion-Magazin hat mich so begeistert. Ich wollte mir dieses Designerstück sofort nachnähen.


Claudia in einer grünen Jacke mit Fransen im sonnigen Park
Das kreative Tüfteln an dieser Jacke hat mir beim Nähen besonders viel Spaß gemacht

Der Stoff: Der hochwertige Mantelflausch

Um einen ähnlichen Farbton wie das Original zu bekommen, habe ich auf den petrolfarbenen Mantelflausch aus Schurwolle und Kaschmir zurückgegriffen. Die hohe Qualität des Wollstoffs  hat sich schon bei mehreren Mantelmodellen bewährt. Das Beste daran: Er lässt sich offenkantig verarbeiten, muss also nicht versäubert werden. Das Material schien mir besonders gut geeignet, um die Fransen einzuschneiden.


Technische Zeichnung von einem Jackenschnitt
Die Wickeljacke von The Assembly Line ist doe Basis

Der Schnitt: Die einfache Wickeljacke

Als Basis für meine Eigenkreation habe ich mir einen Schnitt für eine großzügig geschnittene, lockere Jacke ohne Knöpfe, dafür mit Bindegürtel ausgesucht. Die Wrap Jacket von The Assembly Line ist mir da gleich eingefallen. Das Praktische an diesem Modell: Die Bindebänder sind direkt an der Jacke angenäht, es hängt also kein loser Gürtel herum, wenn man sie offen tragen möchte. Das macht sie besonders lässig.

 

Die Ärmel: Einfach durchgeschnitten

Ein Bordüre aus Wollstoff wird auf einen grünen Stoff gelegt
Die selbst geschnittene Fransebordüre wird zurechtgelegt

Besonders signifikant sind die großzügigen Fransen an den Ärmelsäumen. Sie tanzen bei jeder Bewegung um das Handgelenk und sorgen für eine dramatische Wirkung. Dazu habe ich probiert, welche Fransenlänge luxuriös aussehen, aber nicht hinderlich sein würde. 12cm schienen mir perfekt. Ich habe als 13cm breite Stoffstreifen in der Länge der Ärmelweite zugeschnitten und in diese einfach 1cm breite Fransen geschnitten. Achtung: den obersten Zentimeter, die Nahtzugabe, nicht durchschneiden! So entsteht eine wunderschöne Fransenbordüre. Den Ärmel habe ich 13cm oberhalb der Saumkante einfach gerade durchgeschnitten und dort zwei Reihen, leicht versetzt eingesetzt. Hier konnte ich den Vorteil des Wollstoffs nutzen, denn die offene Saumkante erleichterte die Arbeit enorm.

 

Der Kragenausschnitt: Perfekt drapiert

Das Schnittmuster eignete sich perfekt für mein Vorhaben, denn der Kragen verläuft tief nach unten und ist direkt an die Jacke angeschnitten. Erst am Schluss wird die Nackenpartie mit der Jacke geschlossen. In diesen langen Schnitz baute ich eine weitere Fransenreihe ein. Mein Tipp: Beim Nähen der vielen, dicken Stofflagen empfiehlt sich, mit längeren Stichen zu arbeiten. Ich habe zuerst versucht, auch am Kragen zwei Lagen der Bordüre einzusetzen, aber das wurde für meinen Geschmack ein zu dicker Wulst für den Kragen. Auch mit einer Reihe wirkt die das Design vollständig und harmonisch.  

 

Claudia in der selbstgenähten Designerjacke aus grünem Wollstoff
Der Wollstoff ist perfekt für kühle Frühlingstage

Meine selbstgenähte Designerjacke ist fertig!

So habe ich ein weiteres Mals mit einem einfachen Basisschnitt ein Designerstück selbst genäht. Obwohl ich einen hochwertigen Wollstoff verwendet habe, sie natürlich wesentlich günstiger als eine gekaufte Jacke dieser Art. Vor allem aber hat mir die kreative Tüftelei sehr viel Spaß gemacht und ich trage diese außergewöhnliche Jacke mit sehr viel Freude!


TIPP: Das Nähpaket für die Jacke Malva passt auch für die Wickeljacke von TAL.

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