Der leichte Mantel – 6 Schnitte für jedes Können

Die leichten, offenen Mäntel und Jacken sind die Lieblinge von Näh-Einsteigerinnen ebenso wie von Profis. Kaum ein anderes Kleidungsstück kann mit so vielen unterschiedlichen Stoffen genäht werden und lässt so viel Spielraum für eigene Kreativität.

Wenn die ersten kühlen Tage kommen, greift man schon gerne nach einer kuscheligen Jacke. Aber es soll bitte nicht gleich die dicke Daunenjacke sein, es gibt ja auch noch etwas zwischen Sommer und Winter!


Jacke Nenuphar Deer and Doe
Volants an Rückenteil und Ärmel: Nenuphar

Raffinierte Ärmel

Als Selbernäherin begeistern mich besonders die längeren, offenen Kimonojacken. Sie sind einfach zu nähen und verändern doch mit jedem Stoff ihren Charakter grundlegend. Wenn ein Schnitt noch dazu ein paar Varianten aufweist, wie die Nenuphar von Deer and Doe, sind dem kreativen Schaffen fast keine Grenzen mehr gesetzt. Dieser Schnitt fällt vorne gerade und am Rücken, ab der Mitte als Volant. Der Volant kann an den Ärmeln fortgeführt werden. Wer im Sommer gerne Volantkleider trägt, wird diese Jacke lieben! Eine zweite Ärmelvariante fällt einfach gerade aus. Besonders liebe ich den Schalkragen, weil er starke Kontraste am Ausschnitt ermöglicht.


Reizvolle Muster- und Material-Mixes

Besonders schön mit Kontrasten spielt der Kimono Sable von Maison Fauve. Einsätze am Ausschnitt und an den Manschetten sind wie geschaffen für Material- und Muster-Mixes. Ein klassisches Basic, das so viele Interpretationen zulässt: Vom exotischen Überwurf aus bunter Viskose über rustikale Etno-Stoffe bis zum edlen Schwarz geht hier wirklich alles. Lassen Sie sich auch von den schönen Bildern direkt beim Schnitt inspirieren! Auch Sable ist recht einfach zu nähen und eignet sich toll für Anfängerinnen mit erster Erfahrung beim Kleidernähen.


Exklusives Design zum Selbernähen

Etwas anspruchsvoller wird es bei Cadia. Ihr Modell Maxence verfügt über zahlreiche Schnittteile: Allein der Rücken besteht aus 4. Dennoch ist der Schnitt selbst nicht allzu schwierig. Die Jacke ist komplett gefüttert, was doch eine gewisse Herausforderung darstellt. Der Lohn für die Arbeit ist jedoch ein ganz außergewöhnlich schönes Mantelmodell mit dekorativen Applikationen zwischen Halsausschnitt und Schulter. Cadias Schnittmuster zeichnen sich durch diese kreativen Details aus. Sie machen jedes selbstgenähte Teil zu einem extravaganten Designerstück und sind doch für Hobbynäherinnen gut geeignet. Für den Mantel Maxence wird Gabardine von Atelier Brunette empfohlen mit farblich abgestimmter Viskose als Futterstoff. Das ist so edel!


Ebenfalls aus Gabardine wird die Jacke Pilar von Maison Fauve genäht. Auf ersten Blick eine klassische Jeansjacke, verfügt sie doch über zahlreiche außergewöhnlich Details an Ausschnitt und Rückenteil. Daher kann Pilar auch aus edlen Jaquardstoffen, Cord oder sogar Samt genäht werden. Das ist die moderne Variante der eleganten Abendjacke!


Lang und weit

Bereits früher in meinem Blog vorgestellt habe ich den Wickelmantel Hedwig von der Kleidermacherin. Der lange Mantel ohne Knöpfe und ohne Futter sollte in keiner Schnittmustersammlung fehlen. Insbesondere aus Kaschmir ist er eine wahres Luxusteil. Niemand würde vermuten, dass er so einfach zu nähen ist!


Der lange Trenchcoat Passiflore von Deer and Doe hingegen ist etwas für Könnerinnen. Die langen Stoffbahnen, zahlreichen Knopflöcher und der Kragen erfordern Erfahrung und/oder Geduld. Aber mit Passiflore hat man einen Klassiker geschafft, der lange Freude machen wird.



Die Schnittmuster aus diesem Beitrag nach Können:


Leicht

Jacke Nenuphar

Mantel Hedwig


Mittel

Jacke Sable

Mantel Maxence


Schwer

Jacke Pilar

Trenchcoat Passiflore




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