Meine Tricks für den Umgang mit Viskose

Aktualisiert: Juni 20

Viskosestoffe sind unvergleichlich in ihrer Farbenpracht und mit ihrem weichen, fließenden Fall geben sie jedem Kleidungsstück eine edle Wirkung. Doch die Verarbeitung dieser Stoffe ist nicht die einfachste. Ich habe mir bei der Herstellung meiner Mix-and-Match-Kollektion ein paar Tricks notiert, die ich hier mit allen teilen möchte, die gerne mit Viskose arbeiten wollen.



Der für mich wichtigste Tipp:

Bei den Seitennähten, aber auch an den Schulternähten einen Vliesstreifen auf Nahtlinie und Nahtzugabe aufbügeln. Erst dann nähen. So verhindert man, dass sich die Kanten ausdehnen und sich der Stoff an der Nahtlinie wellt oder nicht mehr zum Gegenüberteil passt.


Beim Halsausschnitt empfiehlt sich, sofort nach dem Zuschneiden zuerst einmal eine sogenannte Stabilisierungsnaht auf die Nahtzugabe zu steppen. Das heißt: einfach einmal knapp an der Kante entlang nähen. Dann sollte sich der Ausschnitt nicht mehr dehnen und später zum inneren Beleg passen.



Zu starkes Ausfransen der Viskose kann man verhindern indem man entweder gleich nach dem Zuschneiden alle Nahtkanten versäubert oder – wenn der Stoff zu fein dafür ist (wie hier der Viskosekrepp), dann gleich Vliesstreifen aufbügeln und innerhalb der Nahtzugabe mit einem Zickzackstich versäubern. Was übersteht, kann man später zurück schneiden.


Bei der Bluse und auch dem Rock hat sich bewährt, die Kleidungsstücke nach dem Zusammennähen erst mal einen Tag am Haken oder auf der Puppe aushängen zu lassen. Der Stoff entspannt sich dann und die Nähte fallen locker. Erst danach den unteren Rand säumen.



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